WIR MÜSSEN REDEN

WIR MÜSSEN REDEN#7: From Field to Fork - Wo kommt unser Essen her?
Talk | Heiße Diskussion & warme Küche

In Zusammenarbeit mit Köllektiv
mit interaktivem Format „Plastic Dinner Party“

Wo kommt unser Essen her? Und zu welchen Bedingungen wird es produziert? Welche Wege legen Lebensmittel zurück, bevor sie auf unseren Tellern landen? Wann macht "bio" Sinn? Und warum entscheiden sich regional und nachhaltig produzierende Landwirt:innen dagegen? Wie lassen sich Qualität, Nachhaltigkeit, faire Preise und wirtschaftliche Zwänge miteinander vereinbaren?

“Wir müssen reden” ist das Diskursformat des FWT. Ein offenes (Streit-)Gespräch mit Gästen und Publikum über die drängenden Fragen unserer Gegenwart. Das Besondere: Das Gespräch findet in einer provisorischen Küche statt, in der Moderator Jascha Sommer mit seinen Gästen für das Publikum kocht. Es wird geschnibbelt, gestritten und im Anschluss gemeinsam gegessen.

Es diskutieren am Mittwoch, den 21. Januar 2026: 

  • Johannes Decker (Obst- und Gemüselieferant Feldling),
  • Heinrich Trippen (Bauer, Kartoffelkult) und
  • Caroline Zöller (genossenschaftlicher Supermarkt Köllektiv)

Nach der Diskussion und als kleines „Aperitif“ vor dem gemeinsamen Essen öffnet sich der Abend für ein kurzes interaktives Format: Plastic Dinner Party. Die Mixed-Reality-Experience wurde von Studierenden im Masterstudiengang Digital Narratives an der ifs International Film School entwickelt. Das Spiel versammelt die Teilnehmenden um einen gemeinsamen Tisch und lädt dazu ein, die Verflechtungen von Essen, Abfall und Konsum zu erkunden – und der Frage nachzugehen, warum scheinbar nichts jemals wirklich verschwindet.

Teilnahme begrenzt – Ticketkauf empfohlen!
Datum: 21. Januar 2026, 19 Uhr
Dauer: ca. 120 Minuten

„Wir müssen reden“ versteht sich als Antwort auf eine zunehmend polarisierte Diskussionskultur – und als Einladung zum produktiven Streit in gemeinschaftlicher Atmosphäre. Das FWT lädt zu einer Gesprächsreihe ein, die das Theater als Ort gesellschaftlicher Aushandlung versteht – zwischen Expert:innen und Publikum, Gespräch und gemeinsamer Mahlzeit.

ES DISKUTIEREN Johannes Decker, Heinrich Trippen, Caro Zöller
PLASTIC DINNER PARTY Thanussayan Karunakaran, Haydar Taştan, Dojiang Wang
MODERATION Jascha Sommer

JOHANNES DECKER ist Mitgründer von Feldling. Aufgewachsen auf einem landwirtschaftlichen Familienbetrieb, studierte er BWL und arbeitete im Startup-Bereich. Heute beliefert er mit Feldling Kitas, Gastronomie und Schulen mit regionalen Lebensmitteln aus einem Umkreis von 50 km.

HEINRICH TRIPPEN ist Landwirt und Gründer von Kartoffelkult. Er setzt sich für vielfältigen, nachhaltigen Kartoffelanbau und regionale Vermarktung ein. Mit seinem Betrieb verbindet er handwerkliche Landwirtschaft, Sortenvielfalt und direkte Beziehungen zwischen Erzeugung und Konsum.

CAROLINE ZÖLLER interessiert sich besonders für gutes Essen und transparente Herkunft. Seit 2024 ist sie Genossenschaftsmitglied bei „köllektiv“, Kölns erstem Mitmachsupermarkt. Als „Rebel with a Shopping List“ setzt sie sich für nachhaltige, regionale und faire Einkaufskultur ein.

THANUSSAYAN KARUNAKARAN ist Communication Designer, Animator und Narrative Designer aus Sri Lanka. Er entwickelt interaktive Narrative und visuelles Storytelling, um komplexe Themen zugänglich zu machen. Sein Fokus liegt auf immersiven Formaten, die Austausch, Beteiligung und Dialog fördern.

HADAR TAşTAN ist Filmemacher und bildender Künstler. Seine Arbeiten bewegen sich zwischen Erinnerung, Fiktion und räumlicher Wahrnehmung und verbinden Fotografie, Film und XR-Narrative. Er erforscht poetische, fragmentierte Erfahrungsräume in erweiterten und immersiven Medien.

DOJIANG WANG (she/her) ist Digital Storyteller und Sangha-Facilitator. Sie wurde mit einem Kundiman-Fellowship ausgezeichnet und für den Pushcart Prize nominiert. Sie ist die Schöpferin des dokumentarischen Podcasts Dos Salidas 一年的告白 und arbeitet zu Community, Migration und Erinnerung.

JASCHA SOMMER ist künstlerischer Co-Leiter des FWT: Freies Werkstatt Theater Köln, Kurator und Performancekünstler. Er entwickelt Formate an der Schnittstelle von Theater, Performance und Medienkunst und verbindet Diskurs, Stadtgesellschaft und ästhetische Praxis.
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