Schauspiel von Sivan Ben Yishai. Inszenierung: CUMA Kollektiv
Im Rahmen der Produktions-Reihe EIN STÜCK WEITER
„Moment mal - Was passiert da eigentlich?“ Das diskussionsfreudige Kollektiv CUMA - brasilianisch für "Wie bitte?" - packt aus: erstmal die Instrumente. Und knöpft sich dann auf szenisch-musikalische Weise die Institution Theater vor. Es geht um das Selbstverständnis und die Abhängigkeiten als Künstler:in in der freien Szene, um das Vertrauen in den Kultursektor überhaupt. Mal staunend, mal provokativ wird hier nach Machtstrukturen und Produktionsbedingungen gefragt. Eine humorvolle, aber ehrliche Analyse der Institution Theater zwischen Kritik und Selbstkritik. Dabei wird nicht nur geschimpft, sondern sich auch solidarisiert. CUMA ergänzt die Perspektiven der "Bühnenbeschimpfung" von Sivan Ben Yishai mit den eigenen Erfahrungen als Kulturschaffende und konfrontiert dabei das Publikum mit der spannenden Frage, warum Menschen überhaupt (noch oder wieder?) im Theater sitzen.
Text: Sivan Ben Yishai (Dramatikerin des Jahres 2023 in der Kritiker:innen-Umfrage von Theater heute für "Bühnenbeschimpfung")
Inszenierung: CUMA Kollektiv (Bruna Cabral, Jakob Jentgens, Elina Brams Ritzau)
Zum Einsatz kommen: (Akustische) Gitarre, (E-)Bass, Saxofon, Synthesizer, elektronische Beats und eine Menge Geräusche.
Spieldauer: 70 Minuten
www.cuma-kollektiv.com
CUMA ist ein brasilianischer Ausdruck, der von der Frage „Wie bitte?“ abgeleitet ist. CUMA, das ist eine kurze Unterbrechung, in der Unerwartetes entstehen kann. In diese Irritation begibt sich das Kollektiv hinein.
In seinen Arbeiten legt das Kollektiv einen Fokus auf das performative Potenzial der Musik und dessen Ausdrucksmöglichkeiten. Im Format des Physical-Theatre-Konzerts verbindet es auf spielerische und unterhaltsame Weise Musik, Tanz und Schauspiel zu einem lustvollen Spektakel, das viel Raum für die Interpretation des Publikums lässt und zum Reflektieren anregt. Gesellschaftliche Normen und Stereotype werden hinterfragt, ohne dass einfache Lösungen angeboten werden.
Das CUMA Kollektiv besteht aus der Perkussionistin und Schlagzeugerin Bruna Cabral, dem Saxophonisten Jakob Jentgens und der:dem Physical-Theatre-Macher:in Elina Brams Ritzau. Die drei Performer:innen lernten sich bei ihrem Studium an der Folkwang Universität der Künste kennen. 2020 waren sie am performativen Bandprojekt The Peculiars beim Festival Physical Fetz beteiligt. Als Diplomarbeit im Rahmen von Elinas Physical-Theatre-Studium entwickelten sie im Frühjahr 2021 das abendfüllende Physical-Theatre-Konzert Vacation from Love, für das sie mit dem Folkwang Preis 2021 in der Sparte darstellende Künste ausgezeichnet wurden.
EIN STÜCK WEITER
Wie blicken junge Autor:innen und Theaterschaffende auf die Umbrüche unserer Zeit? Was ist ihnen wichtig? Das FWT: präsentiert in der neuen Reihe EIN STÜCK WEITER aktuelle dramatische Positionen, die in konzentrierten und schnellen Umsetzungen auf die Bühne kommen. Die Reihe ist darauf angelegt, kreative Energien zu bündeln sowie starke, eigenwillige und auch ungeschützte Impulse zu dem zu geben, was uns gesellschaftlich auf die Nerven und an die Nieren geht.
Infos zu Barrieren
Beim Zugang zur Erdgeschoss-Bühne, auf der diese Vorstellung stattfindet, sind einige Stufen zu überwinden. Daher ist der Zugang für Rollstuhlfahrer:innen leider nicht barrierefrei. Sie haben Fragen zu Ihrem Theaterbesuch? Sprechen Sie uns gerne an.






