ANTHROPOS

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TRAILER: Peter und der Knoff

Von Alexander Eisenach

Blindheit ist der Beginn der Tragödie. Alexander Eisenach schreibt den Antikenstoff vom König Ödipus, der unwissentlich seinen Vater umbringt, zum Drama des modernen Menschen um, der von der (selbst-)zerstörerischen Ausbeutung der Natur nicht lassen kann. Während ein Chor aus Wissenschaftler:innen und Klimaktivist:innen, den Orakeln von heute, sich mahnend einmischt. Nur Radikalität hilft; das musste Ödipus, der Tyrann, am Ende erkennen. Es ist Zeit, dass der Mensch die Bühne verlässt und neuen Akteuren Platz macht. Warum sollten wir Pflanzen und Insekten weniger trauen als uns selbst? Plastik fressende Maden ernähren sich von unseren Umweltexzessen, und wuchernde Pilzgeflechte lassen unser Sozialgefüge und den unstillbaren Wachstumsdrang allmählich mutieren. Also: Kompostieren wir uns!

„Anthropos“ verwendet Texte der Erdsystemforscherin Antje Boetius.

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VIDEO: Peter und der Knoff

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TEASER Peter und der Knoff

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MIT Thomas Kaschel, Lisa Sophie Kusz, Philipp Sebastian, Fee Zweipfennig
REGIE UND VIDEOS Frederik Werth
BÜHNE UND KOSTÜME Annika Garling
REGIEASSISTENZ Lena Brokinkel

Fulminante Premiere am Freien Werkstatt Theater (FWT): Ein starkes Ensemble schafft die Brücke zwischen griechischer Tragödie und aktueller Wissenschaftskommunikation. So entsteht ein – im besten Sinne – aufwühlender Theaterabend. (...) Die beeindruckende Leistung der Schauspielerinnen und Schauspieler (Thomas Kaschel, Lisa Sophie Kusz, Philipp Sebastian, Fee Zweipfennig) schafft die nötige Brechung, um den Theaterabend nicht zum Polit-Vortrag geraten zu lassen. In der Tradition des Chors der griechischen Tragödie und ständig in Bewegung, transportieren die Akteur:innen nicht nur die antiken Texte um Antigone und Ödipus, sondern auch aktuelle wissenschaftliche Fakten in beeindruckender Weise. Und weil dies eben doch mit den Mitteln des Theaters geschieht, entsteht eine Verbindung zwischen dem intensiven Geschehen auf der Bühne und dem Publikum. (...) Es gab zu Recht großen Beifall.

meinesuedstadt.de

Das kraftvoll aufspielende Darstellerquartett führt in wechselnden Rollenkonstellationen durch das tragische Geschehen in der Stadt Theben und den Aufstieg und Fall des Ödipus Rex. In der Auseinandersetzung mit dem antiken Theaterstoff schärft sich der Blick auf die moderne Tragödie.

Kölner Stadt-Anzeiger

Wenn man den Darstellern des FWT zuhört (...), macht man schnell eine überraschende Feststellung: Wüsste man es nicht besser, würde man kaum bemerken, dass hier Fragmente zusammengefügt wurden, deren Entstehung zweieinhalb Jahrtausende auseinander liegen. Das altgriechische ‚Anthropos’ steht für ‚Mensch’, und der Mensch, so das Fazit des Abends, strebt danach, sich selbst zu vernichten – ob er es wahrhaben will oder nicht.

Kölnische Rundschau

Apokalypse Now. Im FWT inszeniert Frederik Werth Alexander Eisenachs Tragödiendrama 'Anthropos, Tyrann (Ödipus)' als postapokalyptischen Ausblick auf das Zeitalter des Anthropozän. (...) Wir betrachten das Ringen der antiken Gestalten, die göttliche Weisheiten, gesprochen durch das Orakel, zu lange missverstehen und sehen darin die reale Perspektive unseres eigenen Untergangs. Anders aber als die sibyllinischen Rätsel des Orakels, liegen für uns die Orakelsprüche der Moderne als wissenschaftliche Fakten klar auf dem Tisch. Das macht den Abend so spannend und aufwühlend. Wir durchleben die Tragödie des Ödipus in ihren folgerichtigen Abläufen und werden uns gleichzeitig darüber bewusst, welche Dringlichkeit die heutige Situation aufweist. Wenn im Bühnenspiel die gebeutelten Bewohner*innen Thebens dem unerbittlichen Orakel Zugeständnisse abluchsen wollen, ist das nicht ohne Komik. Gleichzeitig bleibt einem das Lachen im Halse stecken, angesichts der eigenen Halbherzigkeit, mit der wir uns die Katstrophen (Corona/Klimakatastrophen) so zurechtlegen, dass das eigene Leben möglichst nahtlos weitergeht. Ein Abend, der nachwirkt und mit seiner klug gestalteten Website zum Nachdenken anregt.

kritik-gestalten.de

Die Schauspieler agieren mit intensiver Körperlichkeit und deklamieren antike Texte. (…) Das persönliche Schicksal des Ödipus ist auch das allgemeine Schicksal des Menschen und erklärt sein tyrannisches Verhalten gegenüber Umwelt und Natur. (…) Frederik Werth versucht in einer Mischung aus Dystopie und Utopie Parallelmöglichkeiten des Umgangs mit der Welt aufzuzeigen. Und die Zuschauer dabei auch gut zu unterhalten.

StudioECK

29.12.2022
Do, 20:00 Uhr

Dieser Termin hat bereits stattgefunden.

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