#Take Care Residenzen

Förderprogramm für freie Künstler*innen
Das Freie Werkstatt Theater ist Partner für zwölf Residenzen

tl_files/FWT/Logos/flausen_Logo_website.pngFür das Förderprogramm #TakeCareResidenzen kooperiert der Fonds Darstellende Künste mit dem bundesweiten Netzwerk flausen+, zu dem auch das Freie Werkstatt Theater gehört.

#TakeCareResidenzen hat zum Ziel, ausgewählte, frei produzierende Künstler*innen und Gruppen, die durch die Covid-19-Pandemie und die Einschränkungen im kulturellen Sektor existenziell betroffen sind, für jeweils zwei Monate zu begleiten mit bis zu 5.000€ finanziell zu stärken.

Das Freie Werkstatt Theater ist Residenzpartner für zwölf Künstler*innen aus mehreren Bundesländern, fünf von ihnen sind in Köln beheimatet. Diese Residenzen finden zwischen Januar und März 2021 statt.

Das Gesamtvolumen von #TakeCareResidenzen beträgt 1, 74 Millionen €, Bewerbungen für 350 Projekte konnten in zwei Antragsrunden im Oktober und November 2020 eingereicht werden.
Zur Übersicht über alle Projekte

Das Förderprogramm #TakeCareResidenzen ist Teil des #TakeThat-Maßnahmenpakets des Fonds Darstellende Künste, das im Rahmen von NEUSTART KULTUR – dem Zukunftsprogramm für den Kulturbereich der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien (BKM) – initiiert wurde. 

Künstler*innen und ihre Residenzprojekte am Freien Werkstatt Theater

Andrea Bleikamp
LUMEN
Die Residenz am Freien Werkstatt Theater Köln mit Hilfe der Förderung des Fonds Darstellende Künste ermöglicht die künstlerische Recherche über Licht in all seinen Erscheinungsformen und physikalischen Eigenschaften. Als Einsatzmittel und Gegenstand im performativen Beriech und dessen künstlerische und poetische Umsetzung.

Bibiana Jimenez
ZIELSCHEIBE
„ZIELSCHEIBE“ ist eine inhaltlich-explorative Recherche der freien Kölner Choreographin Bibiana Jimenez. Sie produziert Tanztheater und Site-specific Performances  zum Thema Frau im Hinblick auf soziale Gleichheit und Geschlechtergerechtigkeit. ZIELSCHEIBE ist eine Recherche über Frauenhass und Sexismus im Netz, die die Weiterführung des künstlerischen Arbeit ermöglich.

Killer&Killer  –  Sophie-Louise Killer & Thalia Killer
Impulshafte Freiheit des Lachens und Weinens
Die sinnbezogenen Phänomene des Lachens und Weinens sind ein unbewusster Vorgang, die Reaktion des Körpers auf „Herausforderungen“ des Geistes. Die choreografish-akustische Recherche des führt an die verschiedenen Erfahrungen von Kontrollverlusten heran und untersucht, welchen Einfluss die Veränderungen des sozialen Miteinander auf unsere impushaften körperlichen Freiheiten haben.

Aisha Konaté
Highly privileged - Metamorphosen Schwarzer Weiblichkeit
Mit dem Projekt „Highly PRIVILEGED“ widmet sich die Künstlerin Aisha Konaté performativ und stimmlich verschiedenen Vorstellungen und Abbildungen Schwarzer Weiblichkeit und eignet sich den Begriff PRIVILEG neu an. Dazu werden Bilder, Musik und Texte von eigenen Vorbildern und denen ihr naher Schwarzer Frauen* unterschiedlicher Hintergründe in Prozessen der Aneignung körperlich erfahrbar gemacht.

Alexander Ourth
The Making of a YouTube Radical
"The making of a YouTube Radical" ist ein Research-Projekt über Radikalisierung und Verschwörungsmythen. Ziel ist, inhaltlich und technologisch zu untersuchen, wie eine Transformation vom realen Bühnen- in den digitalen Raum gestaltet werden kann. Dazu sollen Technologien aus den neuen Medien erschlossen werden.

Alexandra Schwartz
The J Word - Generation shame culture
Unter dem Titel "The J Word - Generation Shame Culture" will die Künstlerin Alexandra Schwartz zu jüdischer Identität in Deutschland arbeiten und den Körper als Träger historischer Kontinuitäten erforschen. Es entsteht ein Dialog aus Tanz und Recherchearbeit: zu Familienbiographien und Traumaforschung, Mary Wigman und Anna Halprin, zu performativen Ritualen und queeren Formen jüdischen Lebens.

Jascha Sommer
A research after the future
Im Rahmen von "TakeCare" fragt der Performance- und Videokünstler Jascha Sommer nach der Möglichkeit gegenwartsbezogener, gemeinschaftlicher Praktiken after our capitalist future. Fern des Phantasmas einer prognostizier- und gestaltbaren Zukunft und jenseits des individualistischen Präsenzfetischs unserer Tage interessiert sich Sommer für die künstlerische Erforschung von "Demokratien im Präsenz".

Tomasso Tessitori
Recherche Raum und Körper
Tomasso Tessitori-Recherche zu Möglichkeiten von Raumbühnen/orten, die den Coronaauflagen entsprechen und dem Einsatz von notwendigen Medien. Untersuchung des Verhältnisses Raum und Körper, sowie des Raumbegriffs in der Installationskunst, mit Schwerpunkt von Licht als Ausdrucksmittel in den Arbeiten von Olafur Eliasson. Erstellung eines Konzepts zur Teilhabe von jungem Publikum/Schulklassen.

Arne Vogelgesang
Glaube, Liebe, Vernichtung
Dieses Recherchevorhaben sammelt Belege und Zusammenhänge zur Ausbreitung und Mutation von Verschwörungserzählungen vor allem seit Beginn der aktuellen Corona-Pandemie sowie zur Veränderung des Wahrheitsbegriffes unter den Bedingungen des Internets. Parallel dazu wird ein Spielkonzept entwickelt, das das Format des Online-Videoessays für die Verarbeitung dieser Inhalte theatral nutzbar macht.

Mono Welk
Lovesongs to the future (self) : Hacking my voice with testo and love
Zwei Monate wird sich Performancekünstler:in Mono Welk mit (seiner) Stimme beschäftigen. Unter dem Arbeitstitel „Lovesongs to the Future (Self): Hacking My Voice with Testo and Love“ möchte er die Veränderung seiner Stimme während der Transition dokumentieren und untersuchen, wie aus Stimmbildung und empowerndem Gebrauch von Sprache ein politischer Akt wachsen kann.

Jana Zöll
Too queer to be queer - Ich bin die Antithese
In Zeiten von Identitätspolitik, wo steht *mensch da als Frau mit Behinderung? Wird *mensch mehr als Frau oder als behindert wahrgenommen? Und welche Perspektive definiert *mensch eigentlich: die Fremd- oder die Eigenwahrnehmung? Zu diesen Fragen forscht Jana Zöll mit Stimme, (eigenen) Körperbildern und Bewegung, indem sie diese der Außenwahrnehmung preisgibt und Assoziationen erfragt.

Gefördert vom Fonds Darstellende Künste im Rahmen von Neustart Kultur: #TakeThat. Realisiert durch das Bündnis internationaler Produktionshäuser und das flausen+bundesnetzwerk.