Altentheater

Eigenes Ensemble

Achtteilige Postkartenserie zur neuen Produktion "Ein Lieben lang". Fotos/Gestaltung © MEYER ORIGINALS

Seit 1979 entwickelt das FWT als erstes Theater der Bundesrepublik mit einem eigenen Altentheater-Ensemble - die Mitglieder sind zwischen 64 und 94 Jahre alt - Theaterstücke, die die Lebens- und Zeitgeschichte der Beteiligten widerspiegeln, den Eintritt ins Pensionsalter und das Leben als älterer und alter Mensch heutzutage thematisieren. Das Altentheater wird von Ingrid Berzau und Dieter Scholz geleitet. Alle Theaterstücke werden im eigenen Theaterhaus in Köln sowie auf Gastspiel, auch im Ausland, gezeigt.

Im Altentheaterensemble spielen: Dorothea Adolf, Heribert Bachem, Christel Barth, Renate Becker-Barthold, Wolfgang-Mario Betz, Christian-Dankwart Biederbick, Barbara Bujotzek, Inge Dombach, Maggy Engelke, Kurt Freischläger, Uta Gärtel, Charlotte Hermann, Renate Maria Hirth, Ute Khatchikian, Gisela Klaus, Robert Kosanke, Ulrich Koslowsky, Gabriele Kraidi, Peter Mueller-Sartori, Dorothee Oxenius, Rosemarie Rohr, Dieter Scholz, Ursula Schwerdtfeger, Eduard Solfrank, Maria Solfrank, Otto Straznicky, Doris Weide, Herbert Weyers.

Idee

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Foto © MEYER ORIGINALS

Mit Gruppen von älteren und alten Menschen – schon dabei handelt es sich um mindestens zwei Generationen – oder mit Alten und Jungen künstlerisch zu arbeiten, vermittelt nicht nur Ausdrucksfähigkeit, Erlebnisreichtum und Spass für die Beteiligten, es ist gesamtgesellschaftlich bedeutsam und notwendig, um die Zukunft gemeinsam auf der Grundlage eines Schatzes von Erlebnissen und Erfahrungen und dem daraus gewachsenen Bezug zur Gegenwart zu gestalten.

Im Alter auf die Bühne

Künstlerisch-kulturelles Tun im Alter eigenaktiv und selbstbestimmt, möglichst in Zusammenarbeit mit professionellen Künstlern und Kulturschaffenden und in Zusammenarbeit mit Jüngeren und Jungen, eröffnet nicht eine nette Beschäftigungsspielwiese zur Ruhigstellung von Menschen, die der Gesellschaft mehr und mehr zur Last fallen. Es ist, weil es hier ganz besonders um Gefühle, Einstellungen, Überzeugungen, Verhaltensweisen, Dogmen, Visionen und die Möglichkeiten der Infragestellung und Veränderung all dieser menschlichen Äußerungsformen durch künstlerisch-kulturelle Gestaltung geht, ein wesentlicher, unabdingbarer, lebensbereichernder Beitrag für ein humanes Miteinander der Generationen in der Gegenwart und ganz besonders auch in der Zukunft.

Für sein besonderes Konzept erhielt das FWT eine Reihe von Preisen.

"Das Freie Werkstatt Theater verfolgt das Konzept eines gesellschaftlich eingreifenden Theaters, das durch seine ästhetische Qualität besticht. Dabei sind oft in Zusammenarbeit mit Betroffenen Produktionen entstanden, die sich mit Ausländerfeindlichkeit, Arbeitslosigkeit, dem Prozess des Alterns und dem Faschismus auseinandersetzen. In seiner bisherigen Arbeit hat das Freie Werkstatt Theater jedoch nicht nur künstlerisch überzeugend und inhaltlich wichtige Stücke gezeigt, sondern es ist auch bundesweit dafür beispielhaft, dass es die ästhetische Kraft des Theaters in anderen gesellschaftlichen Feldern erprobt."
Aus der Begründung der Preisverleihung des Förderpreises für Freie Theater des Landes NRW 1990)

Am 4. Juli 2008 wurde das Altentheater des Freien Werkstatt Theaters Köln mit dem Hauptpreis des Otto-Mühlschlegel-Preises 2008 Zukunft Alter der Robert Bosch Stiftung ausgezeichnet!
Außerdem wurde das FWT-Altentheater im Oktober 2007 ausgezeichnet als Zukunftsprojekt im Rahmen des Robert Jungk Preises 2007.

Chronik

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Foto: Archiv

1979 Gründung des ersten Altentheater-Ensembles der Bundesrepublik am Freien Werkstatt Theater. Künstlerische Leitung des FWT-Altentheaters: Ingrid Berzau und Dieter Scholz

Chronik des Altentheaters

2016

Uraufführung/Premiere "Ausgetrickst - Nicht mit uns!" Szenen des Altentheaters zur Prävention von Trickbetrügereien an älteren Menschen | Ein Kooperationsprojekt mit der Polizei Köln und dem Sozialwerk der Kölner Polizei e.V.
Auftritt im Rahmen des Tags der Offenen Tür des Excellenzclusters für Alternsforschung, CECAD und Max-Planck-Institut für Biologie des Alterns der Universität zu Köln
Jung-Alt-Projekttage mit dem Altentheaterensemble und der 8. Klasse einer Kölner Hauptschule

2015

Uraufführung/Premiere "Ein Lieben lang"
Jung-Alt-Projekttag mit dem Altentheaterensemble und der 8. Klasse einer Kölner Hauptschule
Kultshop/Workshop des Altentheaterensembles mit den Kultkids von Kultcrossing. Drei Generationen spielen gemeinsam Theater.

2014

Auftritt beim 8. Internationalen IFF-ÖRK Symposium "Sorgekultur im Alter" im Maternushaus Köln
Auftritt beim Tag der älteren Generation im Rathaus Köln
Auftritt beim WILDwest-Seniorentheatertreffen 2014 im Consol Theater Gelsenkirchen
Teilnahme am openTransferCamp Demographie der Stiftung Bürgermut im Mediapark Köln
Jung-Alt-Projekttag mit dem Altentheaterensemble und der 8. Klasse einer Kölner Hauptschule

2013

Gastspieltournee durch Kölner Altenheime mit dem Projekt „Lebensreise“
Jung-Alt-Projekttage mit dem Altentheaterensemble und Kölner Schulen

2012

Künstlerische Mitwirkung bei der Festgestaltung der Verleihung des Deutschen Alterspreises der Robert Bosch Stiftung in Berlin
Uraufführung/Premiere „Vom Leben“
Workshop „Künstlerische Gestaltung von Lebensübergängen im Alter -“Years Ahead“- in London mit Vertretern aus dreizehn europäischen Ländern in Kooperation mit dem European Reminiscence Network

2011

Auftritt beim Tag der älteren Generation im Rathaus Köln
Veröffentlichung „Altersbilder auf der Bühne“
Jung-Alt-Projekttage mit dem Altentheaterensemble und Kölner Schulen


2010

Auftritt beim Schnuppertag der Qualifizierungsreihe „AidA -Aktiv in das Alter“ in Coesfeld
Modellprojekt „Altersbilder auf der Bühne“ am FWT: Mit Hilfe des darstellenden Spiels und der Theater-Form will das Projekt eine Vielfalt von Altersbildern Angehöriger verschiedener Generationen aufspüren
Workshop „Künstlerische Gestaltung von Lebensübergängen im Alter -Transitions in later life“- in London mit Vertretern aus dreizehn europäischen Ländern in Kooperation mit dem European Reminiscence Network

2009

30jähriges Bestehen des Altentheaters des FWT
Auftritt des Altentheaters beim Tag der älteren Generation im Rathaus Köln und beim DEVAP-Bundeskongress "Gepflegt altern" in Berlin

2008

Intergeneratives Kreativ-Projekt "Junge Altersbilder auf der Bühne" innerhalb der Landesinitiative "Junge Bilder vom Alter" des Ministeriums für Generationen, Familie, Frauen und Integration des Landes Nordrhein-Westfalen (MGFFI) in Kooperation mit Schulen
FWT-Altentheater ausgezeichnet mit dem Hauptpreis des Otto-Mühlschlegel-Preises 2007/2008 Zukunft Alter der Robert Bosch Stiftung

2007

Auftritt des FWT-Altentheaters anlässlich der Eröffnung der Seniorentheaterplattform NRW in Gelsenkirchen
Auftritt des Altentheaters im Rahmen der Fachtagung "Entfalten statt liften - Kunst und Kultur im 3. Lebensalter"
Vortrag, Film, Vorführung und Diskussion über die FWT-Altentheaterarbeit im Rahmen der Ringvorlesung “Alter(n) hat viele Gesichter” der Hochschule Niederrhein
Auftritt des Altentheaters beim 31. Deutschen Evangelischen Kirchentag 2007 in Köln
Mitwirkung bei der europäischen Fachtagung "New directions for Reminiscence in Europe - a meeting of past and present members of the European Reminiscence Network"
Uraufführung/Premiere der Altentheater-Produktion "Wir, die Alten!"
FWT-Altentheater ausgezeichnet als Zukunftsprojekt im Rahmen des Robert Jungk Preises 2007

2006

Mitwirkung beim 8. Deutschen Seniorentag 2006: Auftritt des Altentheaters im Rahmen des Gala-Abends „Mer fiere“ im Gürzenich Köln sowie Mitwirkung in mehreren Foren und einem Workshop
Gastspiel in Eupen/Belgien beim Theaterfestival scenario mit Workshop Jung-Alt
Workshopleitung und Podiumsdiskussionsgast bei der 21. Bundestagung Theaterpädagogik in Berlin, Thema “Theater zwischen den Generationen”
Vortrag, Filmvorführung und Diskussion über die FWT-Altentheaterarbeit bei “Herzrasen” – dem Theatertreffen 60plus im Hamburg, veranstaltet vom Schauspielhaus Hamburg und der Körber STIFTUNG

2005

Das Altentheater zu Gast auf der Bundesgartenschau München

2001 – 2004

Modellprojekt "Alter im Rampenlicht":

Theateraufführungen
Projekttage mit Jung und Alt
Fortbildungsveranstaltungen für Muliplikatoren und Auszubildende
Vorträge und Gesprächsrunden zu Konzeption und Arbeitsweise der FWT-Altentheaterarbeit und die Wirkung auf die Gesellschaft: verändertes Altersbild
Entwicklung von Arbeitsmaterialien
Produktion des Imagefilms „Alter im Rampenlicht“

2004

NRW-Fachtagung „Alter im Rampenlicht“ im FWT
Premiere der Altentheater-Produktion "Ohne Worte" im Rahmen der Abschlussfeier des europäischen Pilotaustauschprogramms 2004 Age & Mobility mit Teilnehmern aus fünf europäischen Ländern im FWT
Jubiläum 25 Jahre Altentheater des FWT

2003

Gastspiel im Rahmen der vitactiv Seniorenmesse NRW in Essen

2002

Premiere der Altentheater-Produktion "Ewig jung"
Gastspiel im Haus der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland im Rahmen der Wechselausstellung „Am siebten Tag. Geschichte des Sonntags“

2001

Gastspiel im Rahmen der vitactiv Seniorenmesse NRW in Essen

2000

Mitwirkung mit Aufführungen und Workshops am Internationalen Festival „The Times of our Lives” in London, veranstaltet vom Age Exchange Theatre London
Produktion eines 63minütigen Videofilms „Erstes Welt Altentheater Festival - Altentheater – eine weltweite Idee”
Mitwirkung bei der Ausstellung "Zukunft Gesundheit" im Themenpark der EXPO 2000
Beteiligung des FWT an der internationalen Tagung des Dachverbandes Altenkultur/Geschäftsstelle Leipzig "Altenkultur im Jahre 2000"
Modellprojekt: "Entwicklung praktischer Orientierungs- und Arbeitshilfen für künstlerisch-kulturelle Aktivitäten im Alter" für Auszubildende, Fort- und Weiterzubildende und ehrenamtlich Tätige auf dem Gebiet der Altenarbeit sowie für Dozenten der verschiedenen Ausbildungseinrichtungen und Führungskräfte der Dachverbände und anderer Einrichtungen mit Angeboten für Senioren

1999

Mitwirkung bei der zentralen Veranstaltung zum Internationalen Frauentag im Rathaus Köln mit beiden Altentheaterensembles des FWT
Erstes Welt Altentheater Festival im Gürzenich Köln unter dem Motto „Das ist mein Leben – It’s My Life” mit 18 Gruppen aus Deutschland, Großbritannien und der Karibik, Taiwan, den Niederlanden und den Molukken, Simbabwe, der Schweiz, Brasilien, Italien, Italien/Südtirol, Kolumbien, Polen und den Vereinigten Staaten –Idee und Durchführung Freies Werkstatt Theater-
Mitwirkung mit Szenen des Altentheater-Ensembles an der Veranstaltung „Jung und Alt im Dialog mit Abgeordneten” im Abgeordnetenhaus Berlin
Preisverleihung „Länderübergreifendes Engagement für Senioren“ an das FWT in Berlin

1998

Mitwirkung bei der Internationalen Fortbildung „Journey of a Lifetime” für Migranten in London, veranstaltet von Age Exchange Theatre London
Mitwirkung beim Internationalen Altentheaterleitertreffen in Kreta im Rahmen des European Reminiscence Network
Mitwirkung beim 5. europäischen Netzwerktreffen "Ältere Menschen, Kultur und Kunst", veranstaltet von EurolinkAge London in der Akademie Remscheid

1997

Premiere der Altentheater-Produktion "Spätsommergäste"
Theaterprojekttage „Alt und Jung“ mit den beiden Altentheaterensembles des FWT und verschiedenen Schulklassen

1996

Mitwirkung beim europäischen Kongress des European Reminiscence Network „Reminiscence as a means of combatting social exclusion“ in Kopenhagen; die Altentheaterproduktion des FWT „Lebensend und Sonnenschein“ dort zu Gast
„Spiel und Theater vor Ort“: Tournee durch Altenheime in Köln mit Szenen aus den Altentheaterstücken des FWT und offenen Spielangeboten für die Altenheim- bewohnerInnen
Mitwirkung bei 4th "Older People and the Arts European Network Meeting" in Madrid

1995

Premiere der Altentheater-Produktion "Herbstreise"
Auftragsproduktion des Südwestfunks/TV für die Fernsehreihe "Das dritte Leben" zum Thema "Die Generation zwischen den Stühlen"
Veranstaltungsreihe „Altwerden in der Fremde“ im FWT mit Aufführungen des Theaterstückes „Routes-born in the indian subcontinent“, erarbeitet und gespielt von indischen, in England lebenden professionellen SchauspielerInnen des Age Exchange Theatre London
Mitwirkung beim Internationalen Erinnerungstreffen "A Time to Remember"/London, veranstaltet vom Age Exchange Theatre London
Veranstaltung „Altwerden, aber wie“ in der Reihe „Frontal-Presse live“ im studio dumont im Pressehaus des Kölner Stadt-Anzeigers
Deutsch-englisches Altenkulturfestival: „Vor 50 Jahren und heute“ im FWT mit Theateraufführungen, Lesungen, Ausstellungen, Schreibwerkstätten, Theaterworkshops, veranstaltet vom Dachverband Altenkultur in Kooperation mit dem Age Exchange Theatre London und dem FWT

1994

Premiere der Altentheater-Produktion "Lebensend und Sonnenschein" (aktueller Titel "Alle Tage Sonntag")
Mitwirkung des FWT bei der europäischen Seniorenkulturwerkstatt "Erlebtes Europa - Europa erleben", veranstaltet vom Institut für Bildung und Kultur/Remscheid in Königswinter
Veranstaltungsreihe „Großeltern-Enkelkind“ im FWT mit Aufführungen, Workshops, Lesungen, Filmvorführungen, veranstaltet vom Dachverband Altenkultur in Kooperation mit dem Age Exchange Theatre London und dem FWT
Auftragsproduktion des Südwestfunks/TV für die Fernsehreihe "Das dritte Leben" zum Thema "Von alten Partnerschaften und neuen Beziehungen"

1993

„Leipziger Altenkulturwoche in Köln“ im FWT im Rahmen von „Leipzig kommt - Dialoge am Rhein“, veranstaltet vom Dachverband Altenkultur im FWT
Eröffnung der Europäischen Tagung „Aktives Leben im Alter“ in Heidelberg, veranstaltet vom Bundesministerium für Familie und Senioren mit Szenen des Altentheaterensembles des FWT.
„Festival der Erinnerungen“ - mit Altentheatergruppen und Referenten aus England (Age Exchange Theatre London), Frankreich (Les Cinq Sens, Paris) und Deutschland (FWT) in Köln, Brüssel und London, veranstaltet vom FWT
Entwicklung eines Theaterstückes mit alten Menschen beim Age Exchange Theatre in London, Auszeichnung dieses Stückes in England und Irland mit zwei ersten Preisen

1992

Besuch des FWT durch die Bundesministerin für Familie und Senioren Hannelore Rönsch am „Tag der älteren Generation”
Altentheatertournee durch Brandenburg mit dem Altentheaterensemble des FWT gemeinsam mit dem ersten Seniorentheater der neuen Bundesländer aus Frankfurt/Oder, dessen Gründung auf Anregung des FWT entstand, mit einer deutsch-deutschen Fassung der FWT-Altentheaterproduktion „Jahrhundertrevue“
Tagung Seniorenkultur in der Bundesrepublik Deutschland

1988-1991

Dreijähriges Modellvorhaben am FWT „Spiel und Theater mit älteren und alten Menschen und gemischtaltrigen Gruppen“ als berufsbegleitende Fort- und Weiterbildung für Fachkräfte in der Altenarbeit:

Gründung von 12 weiteren Spiel-und Theatergruppen, darunter 3 „Hochbetagten“-Gruppen in Altenpflegeheimen und gemischtaltrige Gruppen in Einrichtungen verschiedener Trägerschaft
Produktion eines 50minütigen Videofilms zur Spielleiterausbildung „Alte machen Theater“ in Zusammenarbeit mit einer professionellen Film-und Fersehproduktionsfirma
Nationale Fachtagung „Spiel und Theater mit alten Menschen“
Mitarbeit beim Soester Forum „Älterwerden und Bildung“ und „Biographisches Lernen“ in Zusammenarbeit mit dem Europarat
Lehrauftrag an der Fachhochschule Köln zur Integration der Ergebnisse

1991

„Erster Internationaler Erfahrungsaustausch Altentheater“ mit Altentheatergruppen und Referenten aus USA, England, Frankreich und Deutschland
Mitarbeit bei der ersten Weiterbildungsveranstaltung des Dachverbandes Altenkultur in Leipzig „Kunst-und kulturpädagogische Arbeit im SeniorInnenbereich als intergenerative Herausforderung in den alten und neuen Bundesländern“
Nationale Fachtagung Altentheater

1990

Einladung des FWT mit seinem Altentheaterensemble zum europäischen Altenkulturfestival in Mâcon/Frankreich. Beginn der internationalen Zusammenarbeit
Gründung eines weiteren Altentheaterensembles am FWT
„Deutsch-deutscher Erfahrungsaustausch Altenkultur” im FWT mit Referenten aus den alten und neuen Bundesländern
Gründung des bundesweiten Dachverbandes Altenkultur im FWT

1987

Premiere der Altentheater-Produktion "Jahrhundertrevue - was ich nie vergessen werde"

1984

Premiere der Altentheater-Produktion "Kinddäuf unger Krahnebäume" | Inszenierung: Dieter Scholz und Edelgard Seebauer
Ausrichtung des ersten bundesdeutschen Seniorentheaterfestivals „Zusammen haben wir soviel Phantasie“ in Kooperation mit den Bühnen der Stadt Köln

1980

Premiere der Altentheater-Produktion "Moritaten - traurig - schaurig - schön" | Inszenierung: Dieter Scholz und Edelgard Seebauer


1979

Gründung des ersten Altentheaterensembles der Bundesrepublik am FWT unter der künstlerischen Leitung von Dieter Scholz und Edelgard Seebauer, seitdem kontinuierliche Erarbeitung von eigenen Theaterstücken auf der Grundlage von persönlichen Erinnerungen, dem Lebensgefühl und Stellungsnahmen der Beteiligten, seit 1986 unter der künstlerischen Leitung von Dieter Scholz und Ingrid Berzau. Aufführungen im eigenen Theater und auf Gastspiel bundesweit und im Ausland in Theatern, auf Festivals und in Alteneinrichtungen

Preise und Auszeichnungen

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Otto-Mühlschlegel-Preis 2008
Foto: Marcus Gernsbeck)

Wortpatenschaft von "Altentheater"
Foto © MEYER ORIGINALS

Bundesverdienstkreuz für Ingrid Berzau
Foto: Ralph Sondermann

Otto-Mühlschlegel-Preis 2008 Zukunft Alter der Robert Bosch Stiftung

Ausgezeichnet mit dem Hauptpreis: das Altentheater des Freien Werkstatt Theaters Köln

Bei der Preisverleihung in Baden-Baden (von links nach rechts): Dr. Kurt Liedtke, Vorsitzender Kuratorium Robert Bosch Stiftung; Ingrid Berzau, FWT; Dieter Scholz, FWT; Dr. Wieland Backes (SWR-Nachtcafé), Moderator; Dietz-Werner Steck (Tatort-Kommissar Bienzle), Laudator; Georg Reinhold, FWT-Altentheater

Unter den 340 Bewerbern um den Otto-Mühlschlegel-Preis 2008 Zukunft Alter, ausgelobt von der Robert Bosch Stiftung, wurde am 4. Juli 2008 das Altentheater des Freien Werkstatt Theaters Köln mit dem Hauptpreis ausgezeichnet.

In seiner Laudatio auf den Hauptpreisträger bei der feierlichen Preisverleihung in Brenner’s Park-Hotel in Baden-Baden gratulierte Dietz-Werner Steck, alias Tatortkommissar Bienzle:

„Ich spreche meinen Schauspielerkollegen aus Köln, Dieter Scholz und Ingrid Berzau, aber vor allem der gesamten Truppe des Altentheaters Köln meinen großen Respekt für ihre Arbeit aus.“

Der Preis ist eine Bestätigung langjähriger, auf nationaler und internationaler Ebene verwirklichter Theaterarbeit mit alten Menschen und ein glanzvoller Auftakt für das Jubiläumsjahr 2009, in dem das FWT-Altentheater sein 30jähriges Bestehen feierte.

Pressemitteilung der Robert Bosch Stiftung vom 4.7.2008:
Otto-Mühlschlegel-Preis „Zukunft Alter“ 2008
Altentheater des Freien Werkstatt Theaters Köln ausgezeichnet

Stuttgart/Baden-Baden, 4. Juli 2008 – Das Altentheater des Freien Werkstatt Theaters Köln wird mit dem Otto-Mühlschlegel-Preis „Zukunft Alter“ 2008 der Robert Bosch Stiftung ausgezeichnet. Für seine professionelle, kontinuierliche und originelle Theaterarbeit erhält das Ensemble heute Abend in Baden-Baden den mit 30.000 Euro dotierten Hauptpreis. Besonders beeindruckt hat die Juroren, dass die 27 ehrenamtlichen Ensemble-Mitglieder im Alter von 62 bis 91 Jahren ihre Stücke aus den eigenen Lebensgeschichten entwickeln.

Mit dem Otto-Mühlschlegel-Preis „Zukunft Alter“ 2008 werden in diesem Jahr unter dem Motto „Kreativität in Technik, Handwerk und Kultur“ kreative Leistungen älterer Menschen prämiert, die unsere Gesellschaft kulturell bereichern. Der Preis ist mit insgesamt 50.000 Euro dotiert und würdigt Leistungen, in denen die Chancen einer alternden Gesellschaft verwirklicht und Potentiale erschlossen werden – zum Wohl der älteren Generationen und der Gesellschaft.

Neben dem Hauptpreis werden sieben weitere Auszeichnungen verliehen. Einen mit 15.000 Euro dotierten Sonderpreis erhält die Schriftstellerin Wibke Bruhns (Berlin) für ihr Buch „Meines Vaters Land“. Für ihr schriftstellerisches Alterswerk wird die 101 Jahre alte Autorin Ilse Pohl (Frankfurt/Main) geehrt, die im Alter von 69 Jahren mit dem Schreiben begann. Die Freiburger Altentheatergruppe „die methusalems“ wird mit 3.000 Euro ausgezeichnet. Preise in Höhe von jeweils 500 Euro erhalten Ursula und Paul Markus Moser (Murrhardt) für ihre Farbenbühne, der Geraer Glöckner Lothar Füldner, Hans- Joachim Eichberg für die Restaurierung der Kino-Orgel im Berliner Kultkino Babylon und die experimentelle Künstlerin Inge Besgen (Rüsselsheim).

BILD: Bei der Preisverleihung in Baden-Baden (von links nach rechts):
Dr. Kurt Liedtke, Vorsitzender Kuratorium Robert Bosch Stiftung; Ingrid Berzau, FWT; Dieter Scholz, FWT; Dr. Wieland Backes (SWR-Nachtcafé), Moderator; Dietz-Werner Steck (Tatort-Kommissar Bienzle), Laudator; Georg Reinhold, FWT-Altentheater (Foto: Marcus Gernsbeck)

Wortpatenschaft von "Altentheater"

Der "Verein deutsche Sprache" verleiht in besonderen Fällen Patenschaften für deutsche Wörter an Menschen, die sich um diese Wörter besonders verdient gemacht haben.
Ingrid Berzau und Dieter Scholz, künstlerische Leiter des ersten deutschen Altentheaters, sind die exklusiven Paten für das Wort "Altentheater". Zum 30. Geburtstag des Altentheaters am Samstag, 14. November 2009, überraschten Ministerialrat Peter Fettweis (Ministerium für Generationen, Familie, Frauen und Integration des Landes NRW) und Ehefrau Rosi aus Düsseldorf die Kölner Theatermacher mit dem ungewöhnlichen Geschenk.
Unter den Jubiläumsgratulanten waren Bürgermeisterin Angela Spizig, Kulturdezernent Georg Quander, Karl Michael Griffig/BAGSO (Bundesarbeitsgemeinschaft der Senioren-Organisationen), Dr. Manfred Wegner/Sprecher der Seniorenvertretung Köln und Pam Schweitzer / European Reminiscence Network London und viele Fans des Altentheaters.

Bundesverdienstkreuz für Ingrid Berzau

Nachdem Dieter Scholz bereits 1995 mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet wurde, wurde am 1. Juli 2010 an Ingrid Berzau für ihr besonderes Engagement als künstlerische Leiterin des Freien Werkstatt Theaters Köln in der Staatskanzlei des Landes Nordrhein-Westfalen, in Düsseldorf von Herrn Ministerpräsidenten Dr. Rüttgers persönlich das Verdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland verliehen.

Die offiziell vorgetragene Begründung für die Ordensverleihung lautet:

"Die Theaterkultur Kölns genießt höchstes Ansehen, weit über die Grenzen der Stadt hinaus. Ingrid Berzau trägt dazu bei, sie noch stärker zu machen und vor allem auch für Kinder und ältere Menschen zu öffnen.
Seit 1982 ist Frau Berzau Mitglied des Freien Werkstatt-Theaters Köln. Es bringt in Eigenproduktionen immer wieder aktuelle Themen mit Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen auf die Bühne und nimmt so eine wichtige Rolle in unserer Gesellschaft wahr. Frau Berzau gehört seit 1986 zur ehrenamtlichen künstlerischen Leitung des Hauses und hat vor allem den Aufbau der Sparte Altentheater mit geprägt.
Sie entwickelt ganz wesentlich im Theatervorstand das Konzept für das Altenensemble und setzt es mit allen Mitwirkenden um. Dabei sind die Schauspieler zwischen 63 und 92 Jahre alt. Frau Berzau hat aber nicht nur das eigene Ensemble im Blick. Sie hat Fachtagungen organisiert und 1999 im Gürzenich das erste Welt-Alten-Theater-Festival mit 18 Theatergruppen aus vier Kontinenten wesentlich mit gestaltet. Zudem hat Frau Berzau 1990 maßgeblich den Dachverband Altenkultur mit gegründet und führt bis heute die Geschäfte der Kölner Geschäftstelle.
Das Ensemble befördert auch den Dialog über mehrere Generationen hinweg, indem es den direkten Kontakt zu Schülern aufnimmt und dabei gerade Jüngeren ein realistisches Bild älterer Menschen vermittelt. In einer Gesellschaft, die immer älter wird, brauchen wir Menschen, die den Dialog miteinander suchen und sich für die Situation und Lebenswelt älterer Menschen stark machen.
Es ist gerade auch dem Engagement von Frau Berzau zu verdanken, dass das Freie Werkstatt Theater zu einem Markenzeichen der Kunst- und Kulturstadt Köln geworden ist. Für Ihren Beitrag dazu verdienen Sie, liebe Frau Berzau, unsere Anerkennung."

Nominierung für den Deutschen Engagementpreis 2014

Das Altentheaterensemble des Freien Werkstatt Theaters wurde im Juli 2014 für den Deutschen Engagementpreis 2014 (Thema: "Miteinander der Generationen") nominiert.
Die wörtliche Begründung der Nominierenden lautete: "Wer täglich seine Welt bewegt, der hat auch den Deutschen Engagementpreis verdient."
Nähere Infos unter www.deutscher-engagementpreis.de

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Weltbeweger des Monats März 2014

Die Website weltbeweger.de der Stiftung Bürgermut wählte das FWT-Altentheater zum Weltbeweger des Monats März und schreibt:
"Licht aus, Vorhang auf: Bühne frei für das Seniorentheater. Von wegen altes Eisen – in Köln stehen sogar 90-Jährige auf der Bühne und spielen Szenen aus dem eigenen Leben. Die Zuschauer sind begeistert und verabschieden sich von so manch liebgewonnen Klischee über 'die Alten'."
Mehr unter www.weltbeweger.de

Internationale Aktivitäten

Das FWT baute ab 1991 seine internationalen Kontakte mit einer Reihe von Festivals und Austauschtreffen auf.

Weltaltentheater-Festival

Das erste Welt Altentheater Festival im Gürzenich im Oktober 1999

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Als besonderen Höhepunkt seiner interkulturellen Arbeit initiierte und veranstaltete das Freie Werkstatt Theater im Oktober 1999 das erste Welt Altentheater Festival im Gürzenich Köln. An fünf Tagen und in 18 Theateraufführungen brachten über 250 Menschen ihr Leben auf die Bühne. Gängige Klischees von Alter wurden auf den Kopf gestellt und menschliche Schicksale berührend dargestellt. Aus Brasilien, Kolumbien, Simbabwe, der Schweiz, der Karibik, den Molukken, Holland, Taiwan, den USA, aus Italien, Polen, England und Deutschland waren die Theatergruppen angereist, um Lebensgeschichten, künstlerisch geformt, zu einem Theaterereignis für Jung und Alt werden zu lassen und damit unvergessliche Spuren des zu Ende gehenden Jahrhunderts für die nachfolgenden Generationen zu bewahren.

Beteiligte Gruppen:

Deutschland: Altentheater des Freien Werkstatt Theaters Köln mit „Das ist mein Leben“ (Ausschnitte aus  „Jahrhundertrevue“ und „Alle Tage Sonntag“)

Italien: U.T.E. (Università III Età) und Fondazione Pontedera-Teatro mit „Leone“ nach einem Motiv aus Shakespeares König Lear

Schweiz: Tanztheater Dritter Frühling mit „Ohn End“

Niederlande: Stut Theater mit „Liefde“ („Liebe“)

Molukken/Niederlande: Theatergroep Delta mit „Riwayatku...toen, en wat nu?“ (Damals, und was nun?“)

USA: Footsteps of the Elders mit „Now you see me, now you don't“ („Jetzt siehst Du mich, jetzt siehst Du mich nicht“)

Taiwan: Uhan Shii Theatre Group mit „If you had called me“ („Wenn Du gerufen hättest“)

Niederlande: Aafje Top mit „Mein Spiegelbild - die Gedankenwelt einer alten Frau“

Simbabwe: Stella Chiweshe and Chiedza Group mit „Chiedza“ („Licht“)

Polen: Theaterzentrum Stacja Szamocin mit „Spowiedź  w Drewnie“ („Beichte in Holz“)

Taiwan: Uhan Shii Tanzensemble mit „Desire to fly“ („Der Wunsch zu fliegen“)

Großbritannien: Earthfall mit dem Film „To old to dream“ („Zu alt zum Träumen“)

Südtirol / Italien: Die Roßschaukel mit „Schatten - am Abgrund der Himmel“

Brasilien: Grupo Teatro 3ª  Idade/SESC Londrina mit „Londrina-Zona Paraíso“ („Londrina-paradiesischer Ort“)

Großbritannien/Karibik: Age Exchange Theatre London mit „Market Day“ („Markttag“)

Polen: Zofia Kalinska und Ariel Teatr mit „Little Requiem for Kantor“ („Kleines Requiem für Kantor“)

Kolumbien: Flores de Otoño  Corporación Colombiana de Teatro mit  „Danza Mayor“ („Der alte Tanz“)

USA: Grandparents Living Theatre (Senior Repertory of Ohio) mit „I was young... now I'm wonderful“ („Ich war jung, jetzt bin ich wunderbar“)

Großbritannien: Age Exchange Theatre London mit „Our Century and Us“ („Unser Jahrhundert und wir“)

"Das erste Welt Altentheater Festival - Altentheater - eine weltweite Idee"
Ein Film über das Erste Welt Altentheater Festival im Gürzenich Köln
Filmproduktion Wiese in Zusammenarbeit mit Ingrid Berzau und Dieter Scholz
Ein Film, der bewegende Tage und eine weltweite künstlerische Idee transportiert. Zu beziehen über das Freie Werkstatt Theater.

Altentheater - eine weltweite Idee

Das Freie Werkstatt Theater in London 2010 und 2012

In London kamen 2010 unter dem Motto „Künstlerische Gestaltung von Lebensübergängen im Alter – Transitions in later life“ und 2012 unter dem Motto "Years ahead - Zukunft gestalten" zwanzig Vertreter aus dreizehn Ländern –Türkei, Rumänien, Polen, Lettland, Litauen, Finnland, Irland, Island, England, Belgien, Deutschland, Portugal und Italien - zusammen.

Initiiert wurden die von der EU geförderten Workshops von Pam Schweitzer, Gründerin des European Reminiscence Network, dessen Partner das FWT seit seiner Gründung 1993 ist.

Mit Mitteln des Dramas, von Interviews und kreativer Erinnerungsarbeit setzten sich Menschen im Alter zwischen 45 und 73 Jahren aus den verschiedenen europäischen Ländern unter der Anleitung von Pam Schweitzer, Ingrid Berzau und Dieter Scholz in der Royal Foundation of St. Katharine, einer versteckten Oase mitten im Herzen von London, spielerisch reflektierend mit ihrem Leben und Lebensübergängen auseinander und entwickelten Visionen von der Zukunft.

http://www.europeanreminiscencenetwork.org/

English Information

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Photo ©MEYER ORIGINALS

On stage at an older age? Working artistically in a team with other older and old people – thus already involving at least two generations – or together with younger people and the young, creating performing theatre in a multi-generational way, conveys not only skills in expression, a wealth of experience and fun. It is also important and necessary at the societal level in order to be able so shape the future together, based on the wealth of experience and the relationship to the present which evolves out of this.

Engaging professional artists and community artists in collaboration with younger people and the young to encourage artistic-cultural activity at an old age in an active and autonomous manner does not aim to be a pacifying leisure activity for the elderly who are often perceived as becoming an increasing burden to society. On the contrary it is an important method of communication, taking into account feelings, attitudes, convictions, modes of behaviour, dogma and visions as well as giving room for change and questioning. This form of art-based, cultural expression is a crucial instrument for current and especially future humane interaction across the generations.

Freies Werkstatt Theater Köln

The Freies Werkstatt Theater Köln, established in 1977, is especially dedicated to creative theatre work. It is a professional theatre with its own productions on historical or current topics and performances of literary works. Beyond this, the staff members work with children, youth and adults. During all these years, the Freies Werkstatt Theater has created more than 100 theatre productions and has realized model projects and festivals about different themes. Meanwhile, the theatre has become a centre for international encounters.


Altentheater Freies Werkstatt Theater Köln

In 1979 the Freies Werkstatt Theater was the first theatre in western Germany to begin developing plays with older people. With more than 25 members aged 64 to 93, plays are developed under the artistic direction of Ingrid Berzau and Dieter Scholz. The productions reflect the current life as well as the personal history of the involved, for example turning the entry into retirement as an older and old person nowadays into topics and themes. All plays are put on in their own theatre in Cologne and also at national and international festivals.
The Freies Werkstatt Theater Köln has also developed a model for further and continuing education, in which the knowledge and skills necessary for successful senior citizens’ theatre work are passed on to people employed in the area of senior citizens’ work.

In 1999 the United Nations proclaimed the International Year of Senior Citizens with the motto “A Society for all Generations”. As one of the highlights the FWT presented the first World Senior Citizens’ Theatre Festival with the slogan “This is my life”. The Freies Werkstatt Theater brought together 18 theatre groups with more than 250 participants from Europe, Africa, Asia, North and South America in the Gürzenich, a popular conference centre in Cologne October 10 - 29, 1999. On the central stage of this “century festival” were performances of plays from, with and about people who have grown old in different countries of the world in the century closing the second millennium. Professional artists collaborated on the creation of all of the works.
The festival offered a unique combination of theatre-related events, with revues, dance, musical theatre and drama full of images. The life stories of Caribbean migrants in London and Malaccans in the Netherlands, the fate of Chinese orphans in Taiwan and the magic knowledge of ancient healing practices in Africa were all brought on stage. The festival looked back on the century coming to an end from English, Brazilian, German and American perspectives. It showed the current struggle between generations in Italy, a perspective on one’s own age in Poland, the Netherlands and Columbia and the entrepreneurial spirit of the so-called young old in Switzerland. A theatre group of older handicapped people from South Tyrol conveyed the feeling and lust for life of aging handicapped people.
The first World Seniors Theatre Festival, conceived and carried out by the Freies Werkstatt Theater Cologne, was one of the major events during the International Year of Seniors in Germany in 1999 and a pivotal event for seniors citizens’ culture of the future.


The film “The first World Seniors Theatre Festival “It’s my Life””

The film shows the variety of topics and the wide range of forms of presenting senior citizens’ theatre. It’s an interesting composition of various scenes from performances by the international theatre groups involved. Interviews with the actors, the directors and the stagers provide information on the motivation and backgrounds of acting in theatres. Startling camera footage captures the extraordinary, moving festival atmosphere in Cologne’s Gürzenich. It is a film about the idea and the practice of an independent form of art: senior citizens’ theatre.

The film can be obtained from the Freies Werkstatt Theater Köln.