HIERONYMUS

Nach dem Bilderbuch von Thé Tjong-Khing | Ab 6 Jahren | Uraufführung
Koproduktion pulk fiktion, Theater an der Ruhr, FFT Düsseldorf & FWT
Ausgezeichnet mit dem Kölner Kinder- und Jugendtheaterpreis 2020

Hieronymus

Fotos: ©Therese Schuleit

Wo endet unser Wissen von der Welt und welche Freiräume verstecken sich dahinter? Wo schlägt uns unsere Fantasie ein Schnippchen und welche Ängste und Sehnsüchte offenbaren sich darin? Hieronymus nimmt sein Publikum mit auf ein Abenteuer in die unbekannte Welt des Traums. Es ist eine Reise zu verborgenen Wünschen und erhofften Stärken, zu unsagbaren Ängsten und gefährlichen Gefühlen, eine Reise ins Jenseits der Grenzen von Gut und Böse. Lustvoll, sinnlich und bizarr blicken wir gemeinsam mutig ins Ungewisse.
Ausgehend von dem Kinderbuch Hieronymus von Thé Tjong-Khing nach Motiven von Hieronymus Bosch, in dem der Autor einen kleinen Jungen in fantastische Landschaften mit merkwürdigen Kreaturen schickt, wird mit Tanz, Projektion und elektronisch animierten Objekten eine Phantasiewelt erschaffen, die verzaubert und gleichzeitig nach Wesentlichem fragt.

Gefördert durch das Kulturamt der Stadt Köln und die Kunststiftung NRW.

Performance Amelie Barth, Elisabeth Hofmann, Kelvin Kilonzo | Konzept pulk fiktion | Inszenierung Hannah Biedermann | Choreografie Elisabeth Hofmann | Musik Conni Trieder | Physical Computing/Maschinen Sebastian Schlemminger | Grafik/Video Norman Grotegut | Ausstattung Ria Papadopoulou | Technische Leitung/Licht Peter Behle | Assistenz Finn Cam | Produktionsleitung Esther Schneider | Rechte Thé Tjong-Khing, Verlag Leopold, Amsterdam

Köln-Premiere 26. Januar 2020

Presse

"Im Freien Werkstatt Theater gibt es einen Raum, in dem man träumen darf: 'Hieronymus' heißt das packende Stück für Zuschauer, das kleine und große Entdecker ab 6 Jahren mit auf eine spannende, abenteuerliche Reise ins Ungewisse nimmt. (...) Eine fulminante Mischung aus tänzerischer Performance, futuristischer Musik, die unter die Haut geht, und expressivem Schauspiel von Amelie Barth, Elisabeth Hofmann und Kelvin Kilonzo. (...) Was 'Hieronymus' sehenswert macht, ist, dass die Grenzüberschreitung in die parallele Welt der Fantasie auch auf theaterpädagogischer Ebene stattfindet: Kinder werden nicht in Samthandschuhe gepackt und ausgeklammert, sondern als ebenbürtige Bürger dieser Gesellschaft integriert. Auch sie dürfen Grenzen austesten. Auf fantastische und gleichzeitig kindgerechte Weise gelingt es hier, ein packendes und großes Thema auf die Bühne zu hieven und Emotionen greifbar zu machen." Känguru

"Bilderbücher inspirieren Hannah Biedermann immer wieder zu aufsehenerregenden Regiearbeiten. (...) Man muss gesehen haben, wie Hannah Biedermann gemeinsam mit ihren drei Akteuren Amelie Barth, Elisabeth Hofmann und Kelvin Kilonzo das komplette Instrumentarium moderner Theaterarbeit zum Einsatz bringt. Souverän nutzt sie die Story um vom Träumen, von der Angst, der Trauer und der Freude zu erzählen. Komplexe Phänomene, für die diese Pruduktion verblüffend konkrete Bilder findet. (...) Die großartige Präzision der Tanzbilder von Elisabeth Hofmann ermöglicht das. (...) Eine Inszenierung, die überbordend mit Ideen ausggestattet ist und ganz sicher auch den großen Thé-Tjong King begeistern würde." Kölnische Rundschau

"Über den mit 5000 Euro dotierten Kinder- und Jugendtheaterpreis konnte sich die Regisseurin Hannah Biedermann mit ihrer Gruppe pulk fiktion freuen. 'Hieronymus' im Freien Werkstatt Theater, nach dem Bilderbuch von Thé Tjong-Khing, zeige wozu das Theater alles in der Lage ist, so Thomas Linden in seiner Laudatio: ' Keine schlechte Lehrstunde in Zeiten, in denen die Künste - ob sie wollen oder nicht - ihre Relevanz innerhalb des gesellschaftlichen Lebens wieder unter Beweis stellen müssen." Kölner Stadt-Anzeiger

Aus der Laudatio von Thomas Linden zum Kölner Kinder- und Jugendtheaterpreis 2020:
"Die Theatergruppe pulk fiktion löst alle visuellen Herausforderungen im Freien Werkstatt Theater mit Bravour. Das hat zwei Gründe. Pulk fiktion weiß um die Nähe der Kinder zu den verwunschenen Welten des Traums und ihrer Neugierde auf das Fremde, an dem es sich in der Begegnung zu messen gilt. Aber wie erzählt man vom Unsagbaren, vom Ungreifbaren, das doch so real ist? Pulk fiktion bedient sich keiner raunenden Lyrismen, sondern findet zu einer Poesie des Konkreten, in der die Medien sich virtuos verbinden. (...) Dass die diversen Medien mit so großer Selbstverständlichkeit und deshalb auch mit solcher erzählerischen Finesse genutzt werden, ist der imponierenden Teamleistung zu verdanken, zu der pulk fiktion fähig ist. Deshalb geht der Kölner Kinder- und Jugendtheaterpreis 2020 mit 'Hieronymus' von pulk fiktion an eine bildmächtige Produktion von großer ästhetischer Innovationskraft."