Mit Gruppen von älteren und alten Menschen – schon dabei handelt es sich um mindestens zwei Generationen – oder mit Alten und Jungen künstlerisch zu arbeiten, vermittelt nicht nur Ausdrucksfähigkeit, Erlebnisreichtum und Spass für die Beteiligten, es ist gesamtgesellschaftlich bedeutsam und notwendig, um die Zukunft gemeinsam auf der Grundlage eines Schatzes von Erlebnissen und Erfahrungen und dem daraus gewachsenen Bezug zur Gegenwart zu gestalten.
Im Alter auf die Bühne
Künstlerisch-kulturelles Tun im Alter eigenaktiv und selbstbestimmt, möglichst in Zusammenarbeit mit professionellen Künstlern und Kulturschaffenden und in Zusammenarbeit mit Jüngeren und Jungen, eröffnet nicht eine nette Beschäftigungsspielwiese zur Ruhigstellung von Menschen, die der Gesellschaft mehr und mehr zur Last fallen. Es ist, weil es hier ganz besonders um Gefühle, Einstellungen, Überzeugungen, Verhaltensweisen, Dogmen, Visionen und die Möglichkeiten der Infragestellung und Veränderung all dieser menschlichen Äußerungsformen durch künstlerisch-kulturelle Gestaltung geht, ein wesentlicher, unabdingbarer, lebensbereichernder Beitrag für ein humanes Miteinander der Generationen in der Gegenwart und ganz besonders auch in der Zukunft.
Für sein besonderes Konzept erhielt das FWT eine Reihe von Preisen.
"Das Freie Werkstatt Theater verfolgt das Konzept eines gesellschaftlich eingreifenden Theaters, das durch seine ästhetische Qualität besticht. Dabei sind oft in Zusammenarbeit mit Betroffenen Produktionen entstanden, die sich mit Ausländerfeindlichkeit, Arbeitslosigkeit, dem Prozess des Alterns und dem Faschismus auseinandersetzen. In seiner bisherigen Arbeit hat das Freie Werkstatt Theater jedoch nicht nur künstlerisch überzeugend und inhaltlich wichtige Stücke gezeigt, sondern es ist auch bundesweit dafür beispielhaft, dass es die ästhetische Kraft des Theaters in anderen gesellschaftlichen Feldern erprobt."
Aus der Begründung der Preisverleihung des Förderpreises für Freie Theater des Landes NRW 1990)
Am 4. Juli 2008 wurde das Altentheater des Freien Werkstatt Theaters Köln mit dem Hauptpreis des Otto-Mühlschlegel-Preises 2008 Zukunft Alter der Robert Bosch Stiftung ausgezeichnet!
Außerdem wurde das FWT-Altentheater im Oktober 2007 ausgezeichnet als Zukunftsprojekt im Rahmen des Robert Jungk Preises 2007.